5/22/2009

Baumfest

Der Ausflug nach „ich weiß nicht wohin“

Am Mittwochabend fragte mich Aron ob ich mit ihm, Sophie, Tanja, Katrin, Laura und einem Laoten(der uns dazu eingeladen hat) am Freitag mitkommen möchte. „Joa und wohin?“- „das weiß ich leider auch nicht genau und auch nicht was wir dort machen werden…“. Hmm…sagte trotzdem zu. Wir wussten also dass in einem Dorf außerhalb von Vientiane irgendein Fest wegen Bäumen ist. Immerhin etwas was.

Am Freitag um 18Uhr saßen wir allesamt, Franzi auch, im Auto und fuhren etwa ½ Stunde aus Vientiane raus. Aufregend… Während der Fahrt erfuhren wir dann mehr. Es geht wohl darum, dass bei diesem Dorf ganz viel Waldfläche ab gerodet wurde. Da hier in Laos ein starker Geisterglaube besteht, sind sie der Meinung, dass dadurch die Geister missmutig und böse gestimmt wurden und sie nun wieder besänftigt werden müssen. Dazu das Fest, wo wir neue Bäume pflanzen.

Das eigentliche Fest begann erst am Samstag. Am Freitag fanden die Vorbereitungen dazu statt. War echt nett. Es war mitten im Wald. 1 überdachte Fläche zum schlafen, essen und wo auch am Samstag die Zeremonie statt fand, 1 Toilettenhäuschen, 1 einfache süße Küche, 1 Stromgenerator.
Uns wurde gezeigt wie der laotische Papayasalat gemacht wird. Sääb lai aber sehr scharf. Wobei der Vorteil am selber machen ist, dass man halt statt 3-5 Chilischoten nur 1- keine rein tut. So wird das Gesicht wenigstens nicht feuerrot und man kann noch was schmecken. Später am Abend haben wir auch ein kleines Lagerfeuer gemacht. Richtig gemütlich. Franzi haben wir ne Gitarre in die Hand gedrückt und sie trällerte uns ein paar schöne Lieder wo auch wir immer wieder einstimmten. Coooollll. Selbst das etwas Regen gefissele störte uns keineswegs.
Was uns alle verwunderte und stutzig machte war, dass ungewöhnlicher weise nicht ein Tropfen Alkohol floss!!! Kein einziger Schluck Bier! Echt das erste Mal, seid ich hier bin und auf nem Fest war, dass nichts getrunken wurde! Auch mal angenehm! Um 1Uhr lagen wa dann alle unterm Dach aufm Betonboden. Zum Glück hatte ich ne Decke mitgenommen! Doch gegen 2Uhr sind Sophie, Tanja und ich ins extra für uns aufgestellte Zelt abgehauen. Die Mücken und Viecher um uns herum waren einfach zu extrem. Im Zelt hat es dann zwar rein geregnet aber nungut, auch mal ganz lustig mit nassem Popo aufzuwachen und sich zu fragen ob bei einem selber noch alles ganz sauber ist…


Um 7 waren wir dann wieder auf den Beinen. Lao Frühstück, d.h. Nudelsuppe und anschließend begannen wir voller Elan die kleinen Bäumchen zu pflanzen. Mit gaaannnz vielen Kindern aus dem nahen Dorf. Anstrengend aber irgendwo auch eine Ehre. Um 10 kam dann eine ganze Busladung Mönche. 40 Stück!!! Krass was! Diese versammelten sich unter dem Dach und dann wurde gebetet etc. Dabei hatten zum Beispiel jeder von ihnen ein Stück weißen Faden in der Hand der mit dem der Anderen und mit einigen Bäumen verbunden war. Anschließend wurde den Mönchen Essen gereicht. Wir waren heute übrigens auch Fotoobjekt. Ja wir Falangs sind halt auch sehenswert. Echt lustig und die Mönche waren auch locker und gut drauf. Nachdem die Mönche fertig gegessen haben, konnten wir essen. Bambus, Föö, Fleisch,…echt mal wieder Auswahl. Die Mönche sind während dessen in den Wald und haben die Geister besänftigt, hehe.

Um 3 gings zurück in die Zivilisation. War schon anstrengend! Aber mal wieder super interessant! Bin froh mitgefahren zu sein!
(Fotos folgen noch...)

5/20/2009

Zwischen seminar mit Luang Prabang

hallo meine liebsten!

Vom 26.04.-3.05. war ich unterwegs im Norden. Hatten Zwischenseminar in Houay Xay. War echt ne schöne Woche. Das Seminar ging nur Dienstag und Mittwoch.
Am Sonntag morgen um 10uhr sind wir los. Hin sind wir über Thailand. Straßen um ein vielfaches besser und schneller. Um 13Uhr waren wir in Udon Thani. Das ist ne größere Stadt ca. 1Stunde bei uns nach der Grenze. Dort hatten wir dann die Wahl: Bus um 15, 17, oder 18 Uhr Richtung Houay Xay. Entschlossen uns für 18Uhr und sind ab ins Einkaufszentrum. Shopping!!! Echt groß gewesen und super günstig. Habe mich aber zum Glück zurück halten können! Um 18Uhr dann innen Bus. In Chiang Rai nochmal umsteigen. Allerdings haben wir uns für das letzte Stück in nen TukTuk gesetzt. War zwar noch ungemütlicher als der Bus aber es lohnte sich da wir statt 4Stunden nur noch 2brauchten. Dann hieß es noch mit Sack und Pack auf ein kleines Boot um auf die laotische Seite des Mekongs zu kommen. Und da war es auch schon 16Uhr. Aber geschafft!!! So langsam gewöhnt man sich an die langen Busfahrten!

Houay Xay ist echt nett! Klein aber fein. War mal echt schön die Anderen Verschollenen wieder zu sehen, die mit uns ausgereist sind. Jan lebt halt in Houay Xay (ganz im Norden) und Valle in Paxe (ganz im Süden). Die Beiden haben wir die letzten 5Monate nicht gesehen… Auch so wars echt nett. Hatte halt jeder seinen Projektplatz vorgestellt. War interessant mal zu hören, was die Anderen so den ganzen Tag treiben. Aber länger hätte es auch nicht sein müssen… Waren an einem Abend bei Tekla, einer Freiwilligen eingeladen. Sie hatte mit Laotinnen mega viel zu essen bereitgestellt und natürlich Laolao Schnaps und Bier. War echt lecker was die Laotinnen so gekocht haben. Für uns steht auch fest dass wir unbedingt noch nen Kochkurs machen müssen, oder wenigstens ein paar Rezepte bekommen! Man kann zwar nicht alles in Deutschland nachkochen, da es die Produkte entweder nicht gibt oder schweine teuer sind, aber ist interessant!

Am Donnerstagmorgen ging es dann wieder Richtung Vientiane. Tanja, Laura, Kevin, Martin, Jacob und ich entschlossen uns allerdings für eine andere Art zu reisen. 2Tage mitm Slowboot nach Luang Prabang. Echt cool. Erster Tag 7Stunden, Zweiter Tag 8. Ging aber total klar. Hatten überlegt entweder 1Tag mehr in Luang Prabang oder mitm Boot und die Entscheidung war gut. Man konnte richtig schön und gemütlich die tolle Landschaft betrachten. Echt traumhaft.

Am Freitag kamen wir gegen 17Uhr in Luang Prabang an. Tolle Stadt. War aber zu kurze Zeit um alles zu sehen. Muss ich also nochmal hin! Am Abend sind wir gemütlich essen gegangen, anschließend über den Nachtmarkt geschlendert und geschoppt und letztendes in ne Laodisco dancen. War echt lustig. Wollte erst nicht so richtig da ich voll müde war, aber war froh dass ich dann doch meinen Arsch mit bewegt habe.

Am nächsten Morgen haben wir alle erstmal ausgeschlafen und sind gegen 11 frühstücken gegangen. Dann etwas Sightseeing mit shoppingeinlagen und anschließender Massage. Echt schöner Tag gewesen. Doch ich werd denke ich doch nochmal die holprige Fahrt von 10-12Stunden Vientiane-Luang Prabang in kauf nehmen. Hab echt nicht viel gesehen und Elefantenreiten hat aus zeitlichen Gründen auch nicht hingehauen. Sind nämlich schon am Samstag Abend zurück. Um 19Uhr fuhr der Bus Richtung Vientiane. Leider! Aber immerhin habe ich etwas einen Eindruck bekommen! Und das Bootfahren war ja auch klasse.

Um 6Uhr hatte uns Vientiane zurück. War schon wieder ne laaannnggeee fahrt und teilweise habe ich doch Anfälle bekommen. War einfach mal wieder super ungemütlich. Vor allem wenn der Vordermann seinen Sitz nach hinten macht, der eigene aber kaputt ist und nicht nach hinten geht. Eng sag ich nur! Aber nun gut. Habs ja doch überlebt. Es lief zum Glück keine Thai-Lao Mukke und die Klimaanlage wurde auch nicht bis zum Gefrierpunkt herunter gefahren!


Sook dii and see you