3/01/2009

K-A-M-B-O-D-S-C-H-A (13. - 22.02.09)
Ja jetzt ist wieder alles vorbei! Die schönen Sachen wie Urlaub gehen natürlich wieder viel zu schnell um… Aber so ist es halt. Sooo wo fang ich mal an zu berichten?
Also am Freitag den 13.02. ging Lauras und mein Flieger pünktlich um 10.20Uhr rüber nach Phnom Penh, Kambodscha. Nur eine Stunde Flug, was ganz chillig war. Als wir den Flughafen verließen, wurden wir direkt von einer Horde TukTuk und Motofahrern überfallen (Diese Motos sind praktisch Mopedtaxis. Können 2Personen mitnehmen und man kommt schneller voran als mitm Tuktuk.).Das war echt super nervig und ganz anders als in Laos und war nicht nur am Flughafen so. Egal ob wir aus einem Geschäft kamen, aus dem Bus ausstiegen oder sonstiges, sie standen direkt bereit, so dass wir noch nicht mal aussteigen konnten… Echt heftig…
Nach etwas suchen fanden wir die Wohnung von Anna, einer weltwärts Freiwilligen in Kambodscha, die wir auf dem Vorbereitungsseminar in Deutschland kennen gelernt hatten. Hatten schon ne lange Zeit zu warten, da sie bis 17Uhr arbeiten musste und wir mit unseren Rucksäcken nicht durch die city wollten. So tranken wir uns gemütlich nen Kaffee und warteten anschließend vor ihrer Wohnung.
Am nächsten Morgen, also Samstag, hieß es dann: Sehenswürdigkeiten. Muss auch sein. Hatten dann aber noch genügend Zeit um etwas zu shoppen!!! Am Abend waren wir mit noch anderen Freiwilligen lecker essen. Als wir wieder in Annas Wohnung waren, schlug uns Sascha vor, nochmal mit uns mitm Moped durch die Phnom Penher Nacht zu fahren. Dieses Angebot schlugen wir natürlich nicht ab. Hier gilt übrigens auch wie in Laos: so viele aufs Moped drauf wies passt! War echt cool die Stadt nochmal von einer anderen Seite zu sehen und Sascha zeigte und noch ein paar Sehenswürdigkeiten.
Am Sonntag gings dann um 7Uhr weiter nach Siem Riep. 6Stunden Fahrt. Aber nach dem Tripp nach Oudomxay war das ja nichts. Und so haben wir schön die kambodschanische Landschaft betrachten können. Ist alles total flach und man kann Kilometer weit sehen. Auch viel grün und zum Teil idyllisch aber auch sehr dreckig. Und ich muss sagen, dass ich Laos um einiges schöner finde. Auch bei den Pausen, die der Busfahrer einlegte, wurde man direkt angequatscht „Sister, sister, Banana…?“ Dort waren dann meist Kinder, die versuchten, fritierte Bananen oder Spinnen an den Mann zu bringen. Beim Aussteigen aus dem Bus, hieß es wieder Stress pur. Wir konnten echt kaum aussteigen und unser Gepäck entgegen nehmen, da wir direkt umzingelt waren von hecktischen, nervigen Tuktuk- Motofahrern. Vor allem lassen sie einfach nicht locker. Auch wenn man ihnen drei Mal sagt man braucht keins, wollen sies nicht raffen und fragen wieso nicht? wohin geht ihr? vielleicht später? Manmanman…
Sind dann im Guesthouse Jasmin untergekommen. Ganz nett und schön. Haben uns aber nur schnell frisch gemacht und umgezogen und sind weiter nach Ankor Wat. Hatten einen persönlichen Taxi Tuktuk-Fahrer. Das ist wohl so, dass man für 10$ den Fahrer von Sonnenaufgang bis Untergang hat und der einen durch die riesige Anlage von Ankor fährt. Ist halt zu groß um zu Fuß zu gehen um die verschiedenen Wats zu betrachten. Zunächst waren wir im „Tempel von Ankor“. Schon beeindruckend. Riesig groß und schön. Für Kinder eine einmalige Anlage zum verstecken spielen! Anschließend „Ankor Thom“ und „Ta Prohm“. Wobei ich letzteres am besten fand. Das ist ein Wat, welches sozusagen von den Bäumen beherrscht wird. Bäume sind im Laufe der Zeit um, auf, zwischen den Ruinen gewachsen und umschlingen sie mit ihren dicken Wurzeln. Echt gigantisch. Mehr konnten wir nicht mehr besichtigen. Um alle Tempel zu sehen bräuchte man mehrere Tage. Aber es reichte uns auch…
Am Montag gings dann um 6Uhr weiter nach Sienoville, in den Süden ans Meer. 10 ½ Stunden Fahrt. Doch wir hatten Platz satt! Jeder 2Sitze für sich, was natürlich übelst geil war. Um 17.30Uhr kamen wir schließlich an und erblickten das Meer. Schhhöööööönnnn! Hatten uns auch ein Guesthouse direkt am Meer gesucht, da wir am nächsten Morgen mit einem Boot nach „Bamboo Island“ sind. Das ist eine kleine Insel etwa 1Stunde Fahrt. Sie ist noch absolut nicht beherrscht von dem Touristenboom am Festland. 2 „Bungalowanlagen“, allerdings nicht wirklich Anlagen. Unterwegs zur Insel bekamen wir die Gelegenheit für eine kleine Schnorcheleinlage. Ist aber scheinbar nicht wirklich etwas für mich, da ich ständig das Gefühl hatte zu ersticken. Trotzdem schön.
Wir hatten Glück, dass noch eine kleine Hütte vom „Koh-ru“ frei war. Echt einmalig! 10kleine Holzhütten, 3Schritte dann ist man im Meer, eine Strandbar, und ein „Schlafsaal“, wo mehrere Reisende zusammen übernachten können, was etwas günstiger ist. Wir gönnten uns aber das kleine Häuschen. Passten gerade mal 2Betten rein. Toilette und Dusche war draußen für die Allgemeinheit. Voll fett und unbeschreiblich! Wie von Fotos, oder Karibik… weißer Strand… man liegt in der Sonne, schaut nach links und rechts und keiner weit und breit zu sehen. Ist schon etwas anderes als wenn einer neben dem anderen gequetscht ist! Wie auf einer anderen Welt. Kamen zwar täglich von 11Uhr bis 14Uhr Tagesausflügler, aber als diese wieder weg waren (und das Paradies betrampelt hatten) hatten wir wieder unsere idyllische Ruhe. Auch die Besitzer sehr freundlich und freundschaftlich. Jaja, locker locker.
Morgens aufstehen mit Meeresrauschen, auf die kleine Verrander gehen, Zähne putzen mit Wasser aus der Flasche, schnell Bikini an und ab ins Meer. Dann in der Sonne liegen. Wie schon gesagt, man kommt sich vor als sei man vollkommen alleine. Hin und wieder huschen kleine, kaum sichtbare Krebse über den Sand. Hehe da hatte ich es auch mal einen Mittag, dass ich mein Handtuch wohl auf ein Krebsloch ausgebreitet hatte. Plötzlich bemerkte ich immer wieder ein zwicken und titschen in meinen Rücken. Da wollte der Krebs aus seinem Loch… Gegen 12Uhr, wo es dann einfach zu heiß wird haben wir uns etwas in die Strandbar gechillt und dort gemütlich was getrunken und gelesen. Anschließend weiter in die Sonne oder den langen weißen Sandstrand entlang schlendern, Muscheln sammeln und die unbeschreibliche Aussicht genießen. Das Wasser hatte übrigens Badewannentemperatur… also nicht wirklich abkühlend, aber glasklar! Abends saßen wir ab 18Uhr wieder in der Strandbar des Koh-ru (viel Auswahl hat man dort ja nun nicht!), aßen, chillten und genossen es einfach, an diesem Ort zu sein! Ja so ging es dann bis Freitag. Da mussten wir leider um 14Uhr die Insel verlassen. Echt schade. Aber nunja, irgendwann musste es ja vorbei sein was. Ich kann diese Tage einfach nicht in Worte fassen… Fotos können es auch nicht richtig wiedergeben bzw. festhalten, aber besser!
Am Festland war dann wieder Stress angesagt. Lärm, Dreck, Tuktuk Fahrer… Mussten dann noch eine Nacht in Sienoville bleiben, da die Busabfahrtzeiten so doof waren. Aber haben uns mal einen Netten Abend vor der Glotze in irgendeinem Guesthouse in der Stadt gemacht. Hat ja auch mal was.
Um 8Uhr gings dann am Samstag wieder zurück nach Phnom Penh. Im Grunde war es ganz gut, noch einen Tag dort zu haben. So hatten wir nochmal Zeit unsere Energie ins Shopping zu setzen, hehe. Und am Abend haben wir uns eine Flasche Sekt gegönnt und uns auf die Terrasse des Guesthouse gesetzt. Ganz gemütlich gewesen, so für den Abschluss!
Um 13Uhr waren wir am Sonntag wieder am Flughafen. Voll blöd…unser Flug hatte Verspätung. Am Flughafen rumzuhängen ist echt ätzend. Vor allem wenn man kein Geld mehr hat. Klar hätten nochmal was abheben können, aber dann hätt man wieder Dollar und naja schon okay. Hab in der Woche wieder richtig Spaß am Lesen bekommen und so verging auch die Wartezeit. Um 18Uhr waren wir schließlich wieder im guten alten Vientiane und Tilman und Franzi kamen uns mitm Moped abholen.
Nun gut, das wars fürs erste von mir.
Was übrigens auch lustig an den Kambodschanern ist, ist dass sie nahezu den ganzen Tag mit Schlafanzug rumlaufen!! Überall Leute mit Schlafanzug, ob im Markt, Einkaufszentrum, auf der Strasse… echt komisch!

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